Sich selber führen…
..aber WIE?

Selbst-Führung
…mit Achtsamkeit.
Dazu brauchen wir heute nicht unbedingt in die Wüste, obwohl Wüstentrips wirken.
Moses zum Beispiel zog mit dem Volk Israel 40 Jahre durch den öden Sand. Irgendwann stieg er alleine auf den Berg Sinai und kam mit den 10 Geboten zurück. Einige hundert Jahre später verbrachte Jesus ebenfalls einige Zeit in der Wüste. Bei ihm dauerte die Auszeit zwar nur 40 Tage, dafür war er ganz alleine und der Erfolg umso gewaltiger.
Das Geheimnis solcher Auszeiten liegt in der Konzentration auf sich selbst. Viele erfolgreiche Menschen haben sich immer wieder zurückgezogen und ein paar Tage nur mit sich selbst verbracht. Das waren keine Sozialkrüppel, sondern blitzgescheite Zeitgenossen mit großer Verantwortung. Trotzdem haben sie sich Freiräume fernab geschaffen. In der Öde hatten Sie Gedanken, die man nur bekommt, wenn man wirklich abschaltet und innerlich zur Ruhe findet. Oft entstehen dabei ganz neue Perspektiven. Denken Sie nur an Platons Höhlengleichnis, das er zu Beginn des siebten Buches der Politeia erzählt: Einige Menschen sind von Geburt an in einer dunklen Höhle auf Stühle gebunden. Das Einzige, was sie sehen, ist die gegenüberliegende Höhlenwand. Sie wird durch einen Schlitz in der Mauer hinter ihnen beleuchtet. Das Licht stammt von einem Feuer draußen, vor andere Menschen verschieden Gegenstände und Figuren wie Puppenspieler bewegen und deren Schatten so in die Höhle projizieren. Da die Gefesselten nur die Schattenbilder wahrnehmen, halten sie diese für die Realität.
Das ganze Tohuwabohu, das sie tagtäglich umgibt, ist vielleicht auch nur so ein Schattentheater. Vielleicht müssen Sie sich ein paar Tage aus Ihrer Höhle befreien, um Ihr Bild von der Wirklichkeit zu schärfen. Oder sie erfinden sich gleich neu. Phoenix hat das ebenso gemacht, sogar mehrfach: Der bunte Vogel verbrannte sich regelmäßig selbst, um aus seiner eigenen Asche erneut, gekräftigt und strahlender als zuvor aufzuerstehen (so der Wirtschaftsjournalist Jochen Mai in seinem Buch)
Keiner muss verbrennen.
Wenn Sie es auch zu Ihrer Gewohnheit machen, diesen emotionalen Zuständen von Angst, Stress, Druck keinen inneren Widerstand entgegen-zu-setzen und dabei gleichzeitig realisieren, dass nur eine Energie existiert, dann ist es nach meiner Erfahrung die einzige wirkungsvolle Methode, dass es keine sogenannten negative Gefühle mehr sind, die den Organismus erfassen.
Wenn Sie das Leben als virtuelles Spiel betrachten können, werden negative Emotionen in Ihrer Wahrnehmung zu Energiepaketen, deren Auflösung die in ihnen enthaltene Energie befreien, damit Neues werden kann.
Sie sind wie Eintrittskarten in Neuland in deiner Erlebniswelt. So besehen erhalten sie eine völlig andere Bedeutung und zwar, wie ich meine, genau die, die sie im Spiel halten.
Wenn du sie nicht in diesem Kontext betrachtest, sie ernst nimmst, vor ihnen wegläufst, sie womöglich verdrängst oder zumindest ausblenden willst, also im Widerstand bleibst, entfalten sie auch ihre Kraft – von Nutzen sind sie dann jedoch nicht.
Je öfter du sie als Feind betrachtest, desto feindlicher und monströser müssen sie dir erscheinen.
Sie möchten einen Wandel bei sich selbst? Dann ist das erste Aprilwochenende ein wunderbare Möglichkeit.